Urteil gegen Ahok niederschmetternd

Indonesien

Ein Gericht in Jakarta verurteilte den ehemaligen christlichen Gouverneur von Jakarta, Basuki Tjahaja Purnama (“Ahok”) wegen Blasphemie zu zwei Jahren Haft verurteilt. Mit dem am gestrigen 9. Mai ausgesprochenen Urteil verhängte das Gereicht eine härtere Strafe, als der von der Staatsanwaltschaft geforderte zweijährige Hausarrest. Die Anwälte der Verteidigung wollen gegen das Urteil Berufung einlegen.

“Es ist eine sehr traurige Angelegenheit”, so der Sekretär der bischöflichen Kommission für interreligiösen Dialog, Pfarrer Agustinus Ulahayanan, „radikalislamische Gruppen haben dieses Urteil und die ganze Angelegenheit, einschließlich der jüngsten Wahlkampagne beeinflusst. Wir können nur sagen, es ist noch nicht zu Ende: die Verteidiger werden Berufung einlegen, während wir Christen uns der göttlichen Gerechtigkeit anvertrauen, den er ist der Herr der Geschichte”.

“Wir können aus dieser Geschichte eine Lehre ziehen“, so der katholische Geistliche weiter, „Positiv an der Sache ist, dass die Christen und andere Komponenten der Gesellschaft zwar nicht einverstanden sind, die Reaktionen aber friedlich bleiben und sich an demokratische Regeln halten: indonesische Christen glauben an das Gemeinwohl und haben großen Respekt vor der Pancasila, den fünf grundlegenden Prinzipien der indonesischen Demokratie“. “Doch wir müssen auch feststellen, dass das Justizsystem schwach ist”, so Pfarrer Agustinus Ulahayanan weiter, “und dass radikale Gruppen großen Einfluss haben. In den vergangenen Monaten kam es zu einer offensichtlichen Instrumentalisierung des islamischen Glaubens zu politischen Zwecken und dies ist ein Phänomen, das sich auch auf die kommenden Wahlen auf nationaler Ebene auswirken kann. Man muss die Entwicklung beobachten und weise handeln”.

Das Urteil gegen Ahok ist eine Niederlage für den Rechtsstaat.

Radikalislamische Gruppen konnten sich durchsetzen und das ist gefährlich für die Zukunft unseres Landes”, so Pfarrer Benny Susetyo vom “Setara Institute”. Die Richter verurteilten Ahok, weil er sich der Blasphemie schuldig gemacht haben soll, indem er Verse aus dem Koran auf unangemessene Weise zitierte. Grundlage der Anklage ist der Artikel 156 des indonesischen Strafrechts. Ahok wurde unterdessen in das Gefängnis von Jakarta gebracht. (Quelle: Fidesdienst, Foto: Cahaya Maulidian)

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  • Gott, nach dem geheimnisvollen
    Ratschluss deiner Liebe lässt Du
    die Kirche teilhaben am Leiden
    deines Sohnes.

    Gib unseren Schwestern und
    Brüdern, die ihren Glauben mutig
    bezeugen, die Kraft, in der Nachfolge
    Christi das Kreuz zu tragen und auch
    in der Drangsal ihren christlichen
    Glauben zu bewahren.
    Amen.