Übergriffe auf fünf Kirchen

Indien

Der indische Premierminister Narendra Modi wurde scharf angegriffen, weil er die beiden Angriffe auf ägyptische Kirchen am Palmsonntag verurteilte, sich zu Übergriffe auf fünf Kirchen in Indien am selben Tag jedoch nicht äußerte. Kirchliche Gruppen haben dazu aufgerufen, die Sicherheitsmaßnahmen für Gottesdienste in der Karwoche zu erhöhen und die Angreifer von den Ereignissen am Palmsonntag zur Rechenschaft zu ziehen.

 „Premierminister Modi verurteilte die beiden Angriffe auf Christen in Ägypten, aber kümmert sich nicht um die direkte Einschüchterung und Angriffe auf Christen, die seinem Schutze unterstehen“, sagte Rev. Roger Gaikwad, Generalsekretär des Nationalen Rates der Kirchen in Indien. „Wie immer will Modi ein gutes internationales Image pflegen. Solche Aussagen von ihm stärken die Ansicht, dass alle Muslime Terroristen sind und dass Christen selbst schuld sind und durch ihre evangelistischen Aktivitäten Probleme für sich selbst schaffen.“

Vier der fünf betroffenen Bundesstaaten werden von Modis hindi-nationalistischer Partei BJP regiert. Details der Übergriffe:

Madhya Pradesh (Dorf Sitabedi im Khandwa Distrikt)

Hindu Extremisten, die von Polizisten begleitet wurden, störten einen Gottesdienst. Die Polizei nahm die Pastoren und deren Frauen sowie andere Christen fest und brachte sie zur örtlichen Polizeistation. Bis auf die drei Pastoren wurden alle anderen am Abend wieder freigelassen.

Hindu Extremisten störten den Gottesdienst, der von Pastor Yasphal geleitet wurde. Die Gruppe bedrohte und behandelte die anwesenden Christen sehr grob und reichte eine offizielle Klage auf der Polizeistation ein. Ihre Klage lautete darauf, dass Christen andere gezwungen hätten zu konvertieren. Alle Gottesdienstbesucher wurden solange inhaftiert bis

Uttar Pradesh (Dorf Jahanpur im Ghazipur Distrikt)

Eine Gruppe von Angreifern schlug Krishna Paul, den Leiter der ‚Believers Church‘ zusammen und übergab ihn der Polizei. Er wurde erst freigelassen nachdem andere örtliche christliche Leiter sich für ihn bei der Polizei eingesetzt hatten.

Rajasthan (Sri Ganganagar)

Hindu Extremisten störten den Gottesdienst der ‚Church of God‘ und der Gemeindeleiter Saji Mathew sowie sieben andere Christen wurden inhaftiert. Örtliche Dorfbewohner hatten sich mit Hilfe eines Hindupriesters beim Dorfältesten darüber beschwert, dass die Christen ‚an Bekehrungen beteiligt‘ gewesen sein sollten. Der Dorfälteste unterschrieb die Klage und reichte sie bei der Polizei ein. Nachdem andere örtliche christliche Leiter sich bei der Polizei für die inhaftierten Christen eingesetzt hatten, wurden diese freigelassen.

Tamil Nadu (Keeranur im Dindigul Distrikt)

Regierungsbeamte störten ein privates Gebetstreffen im Haus eines Mannes namens Gunasekaran. Die Beamten machten Videoaufnahmen und Fotos von den betenden Menschen und forderten sie auf, damit aufzuhören. Sie forderten die Gruppe auf, sich eine Genehmigung zu holen bevor sie sich dort wieder zum Gebet treffen. Gunasekarans erweiterte Familie (ca. 20 Leute) traf sich in seinem Haus jeden Sonntag die letzten 24 Jahre lang zum gemeinsamen Gebet. Er wurde gezwungen, ein Papier zu unterzeichnen und sich am folgenden Tag bei örtlichen Behörden zu melden. (Quelle: Morning Star News/ idea/HMKBild: TUBS)

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  • Herr Jesus Christus,
    wir denken an die Menschen,
    die für ihren Glauben leiden,
    die für ihre Hoffnung bedrängt werden,
    die für ihre Treue zu dir sterben.

    Wir danken dir,
    dass diese Menschen uns zeigen,
    wie wertvoll unser Glaube ist.
    Gib uns die Gnade,
    dass ihr Zeugnis in unserem
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    Amen.