Ein weiterer Priester entführt

Nigeria

Ein weiterer katholischer Priester wurde im Süden Nigerias entführt. Es handelt sich um Pfarrer Christopher Ogaga von der Emmanuel-Gemeinde in Oviri-Okpe (im Bundesstaat Delta), der am Samstagabend, dem 1. September, auf dem Weg von Okpe nach Warri entführt wurde, wo er am Sonntagmorgen einen Gottesdienst feiern sollte. Die Entführer forderten für seine Freilassung ein Lösegeld von in Höhfe von15 Millionen Naira (etwa 40.000 US-Dollar). Pfarrer Ogaga ist auch für die Gemeinden St. Lukas und St. Jude zuständig, die sich ebenfalls in der Umgebung von Okpe befinden.

Die Entführung fand im selben Bezirk statt, in dem am Sonntag, den 2. September, ein 11-jähriger Junge beim Einsturz einer katholischen Kirche getötet und mehrere andere verletzt wurden. Es handelt sich um die St. Paul Catholic Church in Okpe.
Seit Jahren werden Priester und Ordensleute in Nigeria Opfer von Entführungen zum Zwecke der Erpressung durch kriminelle Banden, selbst in den vorwiegend christlichen Gebieten wie dem Bundesstaat. Im Januar verurteilten die nigerianischen Bischöfe "die Plage der Entführungen zum Zwecke der Erpressung, die unvorstellbare Ausmaße angenommen hat". In einer gemeinsamen Erklärung schreiben sie, dass "Tag für Tag Bürger von schwer bewaffneten Banden entführt, gedemütigt und traumatisiert werden". Die Bischofskonferenz von Nigeria hat bereits vor Jahren eine Empfehlung herausgegeben, die die Zahlung von Lösegeld für die Freilassung von Priestern und Ordensleuten verbietet.(Quelle: Fidesdienst, Bild: TUBS)

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