Brandanschlag auf Kathedrale

Nepal

Auf die älteste Kirche in Nepal ist in der Nacht zum 18.4.2017 ein Anschlag verübt worden. Eine Seite der Kathedrale Mariä Himmelfahrt in der Hauptstadt Kathmandu sowie das Pfarrhaus wurden durch Brandstiftung beschädigt, ein Auto und zwei Motorräder brannten nieder. In einer Erklärung der Pfarrei hieß es: „Die katholische Kirche ist seit einer halben Dekade in der Sozialarbeit engagiert und wir werden unsere Arbeit trotz häufiger Angriffe fortsetzen.“ Der Anschlag möge keinen Anlass bieten, die religiöse Harmonie im Land zu stören. Bereits im Jahr 2009 explodierte in der Kathedrale eine Bombe, deren Sprengkraft drei Menschen in den Tod riss, darunter eine Schülerin. Weitere 15 Menschen erlitten dadurch Verletzungen. Im Zusammenhang mit der Tat nahmen Sicherheitskräfte den Anführer einer hinduextremistischen Gruppe fest.

Die Kirche „Mariä Himmelfahrt“ wurde erst nach 1991 errichtet, als die damals neue Verfassung religiösen Minderheiten in dem mehrheitlich hinduistischen Land Kultusfreiheit zusicherte. Zuvor feierten mehreren Tausend Katholiken, heute rund 8.000 an der Zahl, in Schul- und Klosterkapellen sowie Sozialzentren Gottesdienst. Schließlich ist seit dem Jahr 2006 der Hinduismus keine Staatsreligion mehr in Nepal. Die bevorstehenden Lokalwahlen am 14. Mai, die ersten seit zwei Jahrzehnten, sollen zur Umsetzung der aktuellen Verfassung, die einen föderalen und säkularen Staat vorsieht, beitragen. Die viertstärkste Kraft im Parlament, die Rastriya Prajantantra Partei, strebt die Wiedereinsetzung des Hinduismus als Staatsreligion an. Hindus stellen 80 Prozent von rund 28 Millionen Einwohnern des südasiatischen Binnenlandes dar. (Quelle: Zenit, Bild: TUBS)

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