271 Christen angeklagt

Indien

Im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh sind 271 pfingstkirchliche Christen wegen angeblicher „Verbreitung von Lügen über den Hinduismus“ angeklagt worden. Das meldet die Nachrichtenagentur Ucanews. Den Angeklagten wird außerdem zur Last gelegt, Hindus in ihrem Dorf Bhundly im Distrikt Jaunpur unter Drogen gesetzt zu haben, damit sie Christen werden. Laut Ucanews basiert die Anklage auf Vorwürfen der hindu-extremistischen Organisation „Hindu Jagran Manch“. Wie der Sprecher der christlichen Menschenrechtsorganisation ADF International (Allianz zur Verteidigung der Freiheit), Andreas Thonhauser (Wien), auf Nachfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, sind die Vorwürfe gegen die Christen falsch.

Partneranwälte von ADF International in Indien seien mit dem Fall betraut. Eine erste Anhörung der Angeklagten finde in den kommenden Tagen statt, so Thonhauser. Propaganda und üble Verleumdungen gegen Christen und andere religiöse Minderheiten beobachte die Menschenrechtsorganisation in zunehmenden Maße in mehreren Bundesstaaten Indiens. Seit der Machtübernahme der hindu-nationalistischen Partei BJP 2014 nimmt landesweit auch die Gewalt gegen religiöse Minderheiten durch Hindu-Extremisten zu. 80 Prozent der 1,3 Milliarden Einwohner Indiens sind Hindus, 14 Prozent Muslime und 2,3 Prozent Christen. (Quelle: idea/ADF)

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